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pax christi verurteilt Bombardierung des Iran

03. Mrz 2026

Der Bundesvorstand von pax christi verurteilt die Luftangriffe der USA und Israels gegen den Iran während laufender, ergebnisoffener Verhandlungen.

Diese militärische Aggression ist ein völkerrechtswidriger Angriff auf einen souveränen Staat.  Auch Staatsoberhäupter, die schwerste Verbrechen begangen haben, sind vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen und nicht extralegal hinzurichten. Auch das Töten von Zivilpersonen ist ein Kriegsverbrechen. Das illegale Vorgehen der USA und Israels mit den zu erwartenden Gegenschlägen droht die ganze Region des Mittleren Ostens in eine Gewalteskalation zu treiben. Dies gilt es zu verhindern.

Auch die Gewaltexzesse der iranischen Führung gegen die Freiheitsbestrebungen im eigenen Volk rechtfertigen keinen Krieg von außen. Dieser wird höchstwahrscheinlich nicht zu einem von den Iranerinnen und Iranern mehrheitlich ersehnten Regime-Change führen, sondern im Gegenteil zu noch mehr Gewalt im Land – wie auch zu Angst, Leid und Tod in der gesamten Region.

Die Bundesregierung hat bisher den völkerrechtswidrigen Angriff nicht verurteilt. Das muss sie tun, wenn sie zum Völkerrecht steht. Wir fordern sie auf, Waffenlieferungen und jegliche logistische  Unterstützung der Kriegsparteien zu unterlassen. Mit Papst Leo XIV fordern wir die Bundesregierung und die Europäische Union auf, sich dafür einzusetzen, dass die Spirale der Gewalt durchbrochen wird, die Verhandlungen wieder aufgenommen werden und das Völkerrecht geachtet wird, damit in diesem Konflikt nicht noch mehr Menschen ihr Leben verlieren.